Wesentliche Änderungen am neuen Versicherungskollektivvertrag 2021-2023

Die im November 2020 diskutierte grundsätzliche Einigung, ab welcher die ALEBA eine Unterschrift in Betracht gezogen hätte, wurde, trotz der sanitären Krise und deren Folgen, in allen Punkten beibehalten so dass die Leistungen wie folgt verteilt werden:

Alle Leistungen der vorherigen Vereinbarung wurden erneuert (lineare Erhöhungen für 67% der Mitarbeiter mit einer 100% Garantie nach 3 Jahren, 13. Monatsgehalt, Juniprämie, Verdoppelung der Kündigungsfrist bei Kündigung, usw.).

Es ist wichtig zu betonen, dass dieser finanzielle Aspekt federführend von der ALEBA und ihren Vertretern am Verhandlungstisch diskutiert wurde. Sie haben mit Effizienz und Zielstrebigkeit zugunsten der Mitarbeiter des Finanzsektors gearbeitet. Dies ist eine der größten Stärken unserer Gewerkschaft, da die ALEBA Vertreter alle selbst aus diesem Sektor stammen.

Zusätzliche finanzielle Verbesserungen:

– Erhalt der Zahlung einer „Covid“-Prämie von 500 EUR (brutto) zahlbar im September 2021 statt 300 EUR brutto pro Jahr (900 EUR insgesamt)

– Der Rest der geplanten Summe wird mit den dreijährigen Erhöhungen verteilt

Erhalt einer Aufstiegsgarantie: Zwischen Anfangsgehalt und Schwelle 1 ist eine Erhöhung des Grundgehalts um 18 EUR (Index 100) über einen Zeitraum von 3 Jahren anstatt von 15 EUR vorgesehen. Ebenso von Schwelle 1 auf Schwelle 2 mit einer Erhöhung des Grundgehalts um 12 EUR (Index 100) über einen Zeitraum von 3 Jahren.

– Identische Juni-Prämie/Konjunkturprämie für 2021, 2022 und 2023. Basis dafür ist die im Jahr 2020 gezahlte Prämie (Prämie 2020 = 116,7 % der Prämie 2017)

Auf qualitativer Ebene:

Alle Errungenschaften der vorherigen Vereinbarung, die die ALEBA in der Grundsatzvereinbarung vom November 2020 erzielt hat, wurden erneuert (Ruhetage und altersbedingter Urlaub, 26. Tag usw.).

– Der von der ALEBA vorgeschlagene Text, der den Erholungsurlaub unabhängig von seiner Anzahl spezifiziert, wurde mit einer richtigen Definition des altersbedingten Urlaubs neu vereinbart:

  • 1 weiterer Urlaubstag für Mitarbeiter zwischen 50 und 54 Jahren
  • 2 weitere Urlaubstage für Mitarbeiter > 55 Jahre

– Möglichkeit zur Einrichtung eines Zeitsparkontos (CET) nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen.

– Die vollständige Integration der interprofessionellen Vereinbarung vom 20. Oktober 2020 über die rechtliche Regelung der Telearbeit in diese Vereinbarung.

– Ein Rahmen für Disziplinarmaßnahmen, welcher von den Delegationen in den Unternehmen dank einer intern ausgehandelten Vereinbarung ausgehandelt werden muss. Die ALEBA hat diese Forderung nachdrücklich unterstützt, was sie angesichts der realen Erfahrungen vor Ort für mehr als notwendig hielt.

– Eine Überprüfung der erweiterten Befugnisse des paritätischen Ausschusses. Die ALEBA bestand auf der Notwendigkeit, den paritätischen Ausschuss regelmäßiger einzusetzen, um den KV während dieser drei Jahre am Leben zu erhalten, und ihn gegebenenfalls sukzessiv entsprechend den Bedürfnissen des Sektors verbessern soll.

Erhöhung der Rechte der Personaldelegation durch Erhöhung ihrer Rechte auf Information.

– Hinsichtlich der betriebsbedingten Entlassungen wird die Auslegung des Gesetzes 414-9 klargestellt: Die Personalvertretung hat Mitentscheidung über die allgemeinen Auswahlkriterien für jede betriebsbedingte Entlassung. Darüber hinaus sollte im Rahmen von Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze vorrangig ein Plan zur Arbeitsplatzerhaltung eingeführt werden, um die Auswirkungen von Entlassungen zu begrenzen.

– Die ALEBA hat eine Zusage erhalten, um mit den Personaldelegationen einen Rahmen für Arbeitnehmer auszuhandeln, welche verpflichtet sind, ihre 8-Stunden-Schicht versetzt zu arbeiten.

Garantierter Zugang zum Recht auf Ausbildung mit erweiterten Rechten der Personalvertretung in Bezug auf den Zugang zu Informationen über die Verwaltung der Ausbildung und das geplante Budget. Ein Punkt, den die ALEBA verhandelt hat angesichts der Abweichungen, welche leider in den Betrieben beobachtet wurde. Hinzufügung einer Frist durch die ALEBA, um diese Informationen an die Personalvertretung zu übermitteln.

– Die Verpflichtung der Arbeitgeber, regelmäßig eine Funktionsanalyse durchzuführen, um zu überprüfen, ob die bestehenden Funktionen dieses Übereinkommens noch den Realitäten vor Ort und den Bedürfnissen der Branche entsprechen. Die ALEBA hat die Abbildung der aktuellen Funktionen erhalten.

Auf sozialer Ebene

Förderung des Abschaltungsrechts (droit à la déconnexion).

– Die Verpflichtung, innerhalb jedes Unternehmens eine Vereinbarung auszuhandeln, welche darauf abzielt, das Familien- und Berufsleben der Arbeitnehmer besser in Einklang zu bringen, unter anderem den Vorschlag der ALEBA, an einem Recht auf Teilzeitarbeit zu arbeiten …

– Das Recht auf Sozialurlaub von mindestens 5 Tagen pro Jahr; die ALEBA hat erreicht, dass die Diskussion über die Bedingungen dieses Sozialurlaubs in einer gemeinsamen Entscheidung zwischen Arbeitgebern und Personaldelegationen vor Ende 2021 stattfinden muss.