Wesentliche Änderungen am neuen Bankenkollektivvertrag 2021-2023

Auf finanzieller Ebene:

Die im November 2020 diskutierte Grundsatzvereinbarung, von den Mindestabnahmen, ab welcher die ALEBA eine Unterschrift in Betracht gezogen hätte, wurden erreicht. Es wird nur eine andere Verteilung in Bezug auf die Gehaltserhöhungen appliziert.

Genauer gesagt hat sich die von der ALEBA im November für jedes Jahr 2022 und 2023 erzielte Erhöhung um 1 % auf Vorschlag der ALEBA während einer Sitzung am 31. März 2021 mit der ABBL geändert. Die ALEBA hat daher eine lineare Verteilung der 1%igen Erhöhung für alle Mitarbeiter vorgeschlagen.

Diese Idee reifte weiter, um schließlich im gegenseitigen Einvernehmen mit den Sozialpartnern folgende Aufteilung zu erreichen:

-> für 2021, 2022 und 2023, 1% Gehaltserhöhung für die Mitarbeiter welche unter die achtjährige Vermutung des Kompetenzerwerbs fallen;

-> für 2022 und 2023, 1% Gehaltserhöhung anschließend für ALLE Mitarbeiter welche wie folgt verteilt werden soll:

  • für 2022 wird, außer für Mitarbeiter, welche in den 8-Jahres-Zyklus fallen, eine allgemeine und lineare Gehaltserhöhung von 0,7% gewährt und 0,3% diskretionär umverteilt an alle. Diese Erhöhungen gelten als Kompensation der Covid-Krise.
  • für 2023 wird, außer für Mitarbeiter, welche in den 8-Jahres-Zyklus fallen, eine allgemeine und lineare Gehaltserhöhung von 0,5% gewährt und 0,5% diskretionär umverteilt an alle. Diese Erhöhungen gelten als Kompensation der Covid-Krise.

– Eine Mindesterhöhung von 15 EUR ind. 100 bei Gruppenwechsel, ein exklusiver Antrag der ALEBA.

– Für die Mitarbeiter, die in den Finanzsektor eintreten, wird eine Vermutung des Kompetenzerwerbs in den ersten 8 Jahren von mindestens 1% pro Jahr bis zum Schwellenwert pro Gruppe aufrechterhalten. Diese Prämie wird im Jahr 2021 ausgezahlt und ausnahmsweise vom Prozentsatz der Gesamtausstattung für das Jahr 2021 ausgeschlossen (Klärung und ALEBA-Antrag).

Die Bereitschaftsdienste, welche durch eine tägliche Geldpauschale kompensiert werden, werden dank eines von der ALEBA unterstützten und verteidigten Vorschlags endlich indexiert.

– Minimale finanzielle Unterstützung für Telearbeit als Ausgleich der entstandenen Kosten, wenn der Arbeitnehmer die Möglichkeit zur regelmäßigen Telearbeit erhalten hat. Der Zuschuss wurde in einer von der ALEBA geführten Verhandlung erzielt. -> 3 EUR (ind. 100) mindestens monatlich (= +/-25 EUR / Monat)

Auf qualitativer Ebene:

– Die Tatsache, dass der neue Tarifvertrag für die nächsten 3 Jahre beibehalten wird, ermöglicht dadurch den Weg aus der Sanitärkrise zu finden.

– Die Präzisierung der Voraussetzungen des Anwendungsbereichs, um beispielsweise Mitarbeiter welche fälschlicherweise als leitender Angestellter eingestuft sind besser erkennen zu können (ALEBAs-Kampf im Jahr 2020, welcher zu zwei Rechtsprechungen führte)

Garantierter Zugang zum Recht auf Ausbildung mit erweiterten Rechten der Personalvertretung in Bezug auf den Zugang zu Informationen über die Verwaltung der Ausbildung und das geplante Budget. Ein Punkt, den die ALEBA verhandelt hat angesichts der Abweichungen, welche leider in den Betrieben beobachtet wurde. Hinzufügung einer Frist durch die ALEBA, um diese Informationen an die Personalvertretung zu übermitteln.

– Eine Klarstellung der Funktionsgruppe D, um das Risiko einer Klassifizierung außerhalb der Vereinbarung zu vermeiden.

– Ein Rahmen für Disziplinarmaßnahmen, welcher von den Delegationen in den Unternehmen dank einer intern ausgehandelten Vereinbarung ausgehandelt werden muss. Die ALEBA hat diese Forderung nachdrücklich unterstützt, was sie angesichts der realen Erfahrungen vor Ort für mehr als notwendig hielt.

Erhöhung der Rechte der Personaldelegation durch Erhöhung ihres Rechts auf Information. Die ALEBA besteht auf den Einzelheiten der Gewichtung der Funktionen und auf der Tatsache, dass die gesamte Personaldelegation im Mittelpunkt der Information stehen muss.

Anpassung der Bestimmungen des Zeitsparkontos (CET) an die neuen gesetzlichen Bestimmungen.

– Die Neufassung des Artikels über den Jahresurlaub (derzeit 26 Tage), zu dem auf klarer und präziser Art und Weise ein altersbedingter Urlaub hinzugefügt wird,

– Die ALEBA hat auch 1 vollen Tag anstatt 1/2-Tag für die +45 Jahre erhalten.

– Die ALEBA bestand auch auf der Notwendigkeit, den paritätischen Ausschuss (Commission Paritaire) regelmäßiger einzuberufen, um den Tarifvertrag während dieser drei Jahre am Leben zu erhalten und ihn gegebenenfalls sukzessiv entsprechend den Bedürfnissen des Sektors verbessern soll.

– Die Anzahl der Mitglieder dieses Ausschusses wird gemäß der Tagesordnung auf maximal 9 erhöht.

Auf sozialer Ebene:

Förderung des Abschaltungsrechts (droit à la déconnexion).

– Das Recht auf Sozialurlaub von mindestens 5 Tagen pro Jahr; die ALEBA hat erreicht, dass die Diskussion über die Bedingungen dieses Sozialurlaubs in einer gemeinsamen Entscheidung zwischen Arbeitgebern und Personaldelegationen vor Ende 2021 stattfinden muss.

– Die Verpflichtung, innerhalb jedes Unternehmens eine Vereinbarung auszuhandeln, welche darauf abzielt, das Familien- und Berufsleben der Arbeitnehmer besser in Einklang zu bringen, unter anderem den Vorschlag der ALEBA, an einem Recht auf Teilzeitarbeit zu arbeiten …

– Die Verpflichtung zur Umsetzung strukturierter Maßnahmen zur Prävention psychosozialer Risiken und zur Konkretisierung dieser Prävention auf der Ebene des paritätischen Ausschusses dank einer Forderung der ALEBA.