Verhandlungen zum Banken-KV: Beachtliche Fortschritte durch die ALEBA erzielt

Am Mittwoch dem 31. März, fand ein neues Verhandlungstreffen zum Banken-KV statt, das am 25. Februar zwischen ABBL, ALEBA, OGBL und LCGB vereinbart wurde. Zweck dieser Plenarsitzung war es, die verschiedenen übereinstimmenden Punkte, welche dank der konstruktiven Diskussionen während dem letzten inter-gewerkschaftlichen Treffen zwischen den 3 Gewerkschaften in den Wochen vor der Sitzung erzielt wurden, zu verabschieden.

Die ALEBA war erstaunt, dass die beiden anderen Gewerkschaften des Sektors damit drohten, nicht zu erscheinen, wenn nicht ein vollständig gemeinsamener Forderungskatalog vorläge.

Angesichts des fortgeschrittenen Stadiums der Verhandlungen hält die ALEBA diesen Ansatz für unnötig. Die Bitte der beiden Gewerkschaften dieses Treffen noch einmal zu verschieben, wurde von der ABBL nicht angenommen. Deshalb ist die ALEBA mit ihrem Willen die Dinge voranzutreiben und die Interessen der Beschäftigten des Finanzsektors als Hauptanliegen zu vertreten, alleine zu diesem Treffen gegangen und konnte aus diesen Verhandlungen neue und wichtige Verbesserungen diskutieren, natürlich unter der Voraussetzung einer Gesamteinigung.

Zu den verschiedenen Verhandlungspunkten gehörten:

  • eine Erhöhung des Wertes der paritätischen Kommission welche es ermöglicht, den KV für die nächsten drei Jahre am Leben zu erhalten
  • Details zur Gewichtung der Funktionen im KV,
  • Indexierung der Rufbereitschaftsbeiträge, Klärung des 26. Urlaubstages
  • EUR 15 ind.100 Erhöhung bei Gruppenwechsel
  • weiterhin die Verpflichtung eine Betriebsvereinbarung über Sozialurlaub und regelmäßige Teleheimarbeit auszuhandeln

Der Gedankenaustausch endete nicht hier,  sondern bezog sich zusätzlich auf weitere finanzielle Aspekte:

  • eine grundsätzliche Vereinbarung über eine indexierte Prämie für regelmäßige Teleheimarbeiter, dessen Höhe noch festgelegt werden muss
  • die garantierte 1%tige  Lohnerhöhung für Angestellte im Bankensektor in den Jahren 2022 und 2023
  • eine 1%tige Gehaltserhöhung auch für das Jahr 2021 für Mitarbeiter welche sich bereits im 8-Jahres-Zyklus befinden
  • ein Gesamtbudget für Weiterbildung von 1,5 % pro Jahr
  • weiterhin das Schaffen eines Rahmens für Sanktionen in Unternehmen welche eine Disziplinarvereinbarung mit ihren Personalvertretungen aushandeln müssen.

Das Ziel dieser verschiedenen Übereinstimmungspunkte welche zwischen ABBL und ALEBA besprochen wurden, ist ganz klar die Stabilisierung des Finanzplatzes für die nächsten 3 Jahre, dies in einer Zeit der Krise, in der die nahe und ferne Zukunft unklar, um nicht zu sagen unruhig und schwierig ist.

Diese Stabilisierung wäre also für jede der Parteien von Vorteil. Der Wille und die Stärke der ALEBA das zu erreichen, wäre  in vielerlei Hinsicht beruhigend für die Beschäftigten des Finanzsektors. Dadurch würde ihnen nicht nur die in der Vergangenheit ausgehandelten Errungenschaften garantiert (Treueprämie im Juni, 13. Monat, Verdoppelung der Kündigungsfristen im Falle einer Entlassung usw.), sondern auch neue Vorteile welche Stabilität und berufliche Absicherung in einer Zeit ermöglichen, in welcher diese Werte dringend gebraucht werden.