Sandra Carvalho: “Es ist sehr wichtig, dass die Delegierten sich auf mich verlassen können und sich jederzeit unterstützt fühlen.”

Im Alter von acht Jahren kam ich ins Großherzogtum und habe meine gesamte Schulzeit hier verbracht, einschließlich zwei Jahren an der Universität Luxemburg. Danach ging ich nach Brüssel an die ICHEC, wo ich einen Magister in Wirtschafts- und Finanzwissenschaften mit Schwerpunkt Marketing und Kommunikation erwarb. Im Jahr 2006 begann ich meine berufliche Laufbahn in einer Kommunikationsagentur als Kundenberaterin, wo ich viele Erfahrungen und Kenntnisse sammeln konnte.

Da ich immer noch das Bedürfnis hatte zu lernen mit dem Ehrgeiz meine berufliche Laufbahn weiterzuentwickeln, begann ich 2008 eine einjährige berufliche Weiterbildung bei der Arbeitnehmerkammer, dank derer ich einen Masterabschluss in Marketing und Kommunikation erlangt habe.

Im Juli 2015 erhielt ich die Gelegenheit bei der ALEBA als «Head of Communications & Strategy» einzusteigen. Mit der Unterstützung des damaligen Generalsekretärs Laurent Mertz, habe ich mehrere neue Projekte auf den Weg gebracht, die dem Bereich «Kommunikation» der ALEBA neuen Schwung verliehen haben. Eines davon war die Einführung von elektronischen Newslettern, um unsere Mitglieder regelmäßiger und schneller informieren zu können. 2017 wurde ALEBA YOUTH gegründet, um unser Image zu verjüngen, mehr junge Menschen anzuwerben und sie bereits nach dem Studium für unsere Sache zu sensibilisieren. Während dieser Zeit nahmen wir an der Studentenmesse (Salon de l’Etudiant) und dem Moovijob teil und konnten Hunderte von jungen Menschen anwerben. 2018 hatte ich das Glück, die 100-Jahr-Feier der ALEBA im Cercle Cité zu organisieren, was für mich ein denkwürdiger Moment war. Bei dieser Gelegenheit wurde übrigens auch ein Film zum Thema gedreht.

Anfang 2019 standen dann die Sozialwahlen vor der Tür. Unser Koordinatorenteam, unter der Leitung von Félix Walisch, war angesichts der täglich steigenden Arbeitsbelastung unterbesetzt. Das war der Zeitpunkt, an dem ich entschied in die Koordination zu wechseln. Lange Zeit nahm ich sowohl in der Kommunikation als auch in der Koordination meine beiden Aufgaben wahr, bis ich gemeinsam mit unserem Präsidenten Roberto Mendolia beschloss, ab jetzt ausschliesslich für die Koordination da zu sein.

Dank meiner Kollegen, den Juristen und Koordinatoren, Roberto und Félix lernte ich diesen Beruf von der Pike auf. Nach und nach haben sie mir ihre Erfahrungen, ihr Know-how und ihre Kenntnisse in verschiedenen Bereichen wie Arbeitsrecht, Sozialrecht, Sozialdialog, Coaching, Tarifverträge, Verhandlungen usw. vermittelt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um ihnen für ihr Vertrauen zu danken. Ich habe das Glück, bei der ALEBA mit sehr menschlichen, sensiblen Menschen zu arbeiten, die darauf bedacht sind, eine qualitativ hochwertige Dienstleistung zu erbringen, respektvoll sind und immer ein offenes Ohr haben. Wir sind ein eingespieltes Team und passen aufeinander auf. Das ist heute sehr selten geworden! Entdecken Sie die Porträts meiner Kollegen: Vera, Patrick, Elif, Charlotte, Eddy, Romain, Inès und Caroline.

Der Beruf des Koordinators ist extrem vielfältig und reich an Erfahrungen. Koordinator zu sein bedeutet, den Personalvertretern beizustehen, sie zu begleiten, auszubilden und ihnen zuzuhören; es bedeutet, ihnen im Rahmen des Sozialdialogs die notwendigen Instrumente an die Hand zu geben, um die Rechte der Arbeitnehmer zu wahren und ihre Interessen zu verteidigen. Der GrundsatzNiemand soll das Gesetz ignorieren” gilt auch für Personalvertreter, aber man kann von ihnen nicht verlangen, dass sie das Wissen eines Juristen haben. Durch die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft wie der unseren haben sie direkten und leichten Zugang zu den notwendigen Informationen und sogar zu Anwälten.

Eine Herausforderung meiner Arbeit als Koordinatorin besteht darin, erfolgreich ein Vertrauensverhältnis zu den Delegierten aufzubauen. Es ist sehr wichtig, dass sie sich jederzeit auf mich verlassen können und sich unterstützt fühlen.

Um abzuschalten, genieße ich schöne Momente mit meiner Familie und meinen Freunden, lese gerne Krimis und Bücher von Paulo Coelho (z. B. Der Alchimist) und versuche, mindestens zweimal pro Woche Sport zu treiben. Meine größte Energiequelle sind mein Mann und meine beiden Jungs, die ich über alles liebe.