Raymond Mohr: “Sich einer Gewerkschaft anschliessen, sollte keine kurzlebige Aktion darstellen”

Raymond Mohr begann seine Karriere in der Bankenwelt im Januar 1983.

In wenigen Wochen wird unser Kollege Raymond Mohr die ALEBA verlassen und in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Der Mann, welcher seine Karriere in den 1980er Jahren in einer Bank begann, sieht in der Gewerkschaftsarbeit die Möglichkeit, Ungleichheit und Ungerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu bekämpfen.

Am 1. August wird Raymond Mohr seinen Laptop-Bildschirm definitiv zuklappen. An diesem Tag beginnt für ihn ein neues Leben: das der wohlverdienten Rente. Der 59-jährige verheiratete Vater von zwei Kindern begann seine Karriere im Januar 1983 im Bankwesen. “Danach arbeitete ich in mehreren Banken am Finanzplatz, um schließlich in einen  Vermögensverwaltungsbetrieb einzutreten, in welchem ich 11 Jahre blieb“, teilt er mit.

Er kam im März 2017 zu ALEBA. Nach der Schließung der Vermögensverwaltungsgesellschaft wollte Raymond nicht mehr in der Finanzbranche arbeiten. Sein Wunsch? Sich in den Dienst der Menschen stellen, welche in beruflichen  Schwierigkeiten stecken. Er verbrachte mehrere Jahre in der Abteilung “Koordination”, wo er für die Personaldelegationen zuständig war. Heute kümmert  er sich ausschließlich um die ALEBA Mitglieder. Zusammen mit Eddy Girardi ist er “die erste Kontaktperson, die unsere Mitglieder anrufen, um Fragen zu stellen und ihren Streitfall zu besprechen“, sagt er. Außerdem arbeitet er eng mit den beiden Rechtsanwälten Carla Valente und Matthias Lindauer zusammen.

Als erfahrener Mitarbeiter bringt Raymond bei ALEBA seine sehr guten Kenntnisse des Bankenumfelds mit. Sein Vorteil? Verständnis zeigen für Situationen, welche andere heute erleben und die er selbst während seiner früheren Karriere durchlebt hat. Die Gewerkschaft ihrerseits gibt ihm die Möglichkeit, “beim Management oder der zuständigen Verwaltung zu intervenieren, um Streitigkeiten oder Probleme der ALEBA Mitglieder,  zu schlichten“. Dieses Eingteifen erfolgt nicht nur dank seines Wissens, sondern auch mit Hilfe und Erfahrung von “Abteilungskollegen“, Anwälten und “sehr oft mit Hilfe unserer Delegierten in bestimmten Unternehmen“.

“Warten Sie nicht, bis Probleme auftreten, bevor Sie sich uns angliedern”.

Aus seiner Erfahrung bei ALEBA wird er ein “gutes und motiviertes Team“, das Hand in Hand arbeitet, und eine gute Atmosphäre in Erinnerung behalten. Auf die Frage, was ihm an seinem Job gefällt, antwortet Raymond: “Unseren Mitgliedern bei einem Konflikt mit ihrem Arbeitgeber, einer Behörde oder bei Krankheit helfen zu können“. Aber auch “der Kontakt mit all den Menschen, mit denen wir zu tun haben, wie Kollegen, Anwälte und Delegierte in den verschiedenen Unternehmen“. Der Wander-, Rad- und Motorradbegeisterte verbringt gerne Zeit mit Familie und Freunden “bei einem guten Essen und interessanten Gesprächen bis in die frühen Morgenstunden“.

Zu jemandem, der noch zögert, unserer Gewerkschaft beizutreten, sagt unser Kollege: “Verschwenden Sie keine Zeit, treten Sie heute bei und warten Sie nicht, bis Probleme auftreten. Der Beitritt in eine Gewerkschaft sollte keine kurzweilige Sache sein. Es geht darum, sich zusammenzuschließen, um gegen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zu kämpfen. Es muss ein ständiger Kampf sein um die Dinge nachhalitg zu verändern“.

Genauso wie das gesamte ALEBA-Team ist Raymond derzeit noch für ein paar Tage in Telearbeit sowie im Büro und kann von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr unter (+352) 223 228 1 oder per E-Mail unter legal@aleba.lu erreicht werden.