Sozialplan bei UniCredit Luxembourg SA unterzeichnet

Nach langwierigen Verhandlungen ist es der ALEBA, der größten Gewerkschaft des Finanzsektors, unterstützt vom LCGB-SESF und den Personalvertretern des Unternehmens, am Dienstag, 4. April gelungen, die mit der deutschen Bank UniCredit Luxembourg SA aufgenommenen Verhandlungen über einen Sozialplan zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen: „Wir haben für die 130 betroffenen Arbeitnehmer gute Kündigungsbedingungen ausgehandelt und sind darüber wirklich sehr froh, denn die Verhandlungen waren nicht einfach”, erklärt Safouane JAOUID, Head of Legal und Verhandlungsführer der ALEBA, und fügt hinzu, dass „die gefundene Vereinbarung natürlich den finanziellen Aspekt, aber auch andere Bereiche wie beispielsweise Weiterbildungen und Outplacement abdeckt, die für die ALEBA ebenfalls wichtige Elemente darstellen”.

Der OGBL-SBA, der bei der Unterzeichnung zunächst zögerte, hat sich schließlich entschlossen, den Sozialplan ebenfalls zu unterstützen.

Zur Erinnerung: Die UniCredit Luxembourg SA, die die HypoVereinsbank übernommen hat, hatte Anfang März ihre Entscheidung bekannt gegeben, ihre Tore im Großherzogtum Luxemburg Ende 2018 zu schließen.

Auch wenn die ALEBA natürlich zufrieden mit den Rahmenbedingungen des Ausscheidens ist, die sie für die Mitarbeiter der UniCredit Luxembourg SA, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden, aushandeln konnte, sieht sich die Gewerkschaft erneut gezwungen, angesichts der Zunahme von Sozialplänen am Finanzplatz Alarm zu schlagen: “Wie es in den vergangenen Monaten schon bei anderen Banken am Finanzplatz der Fall war, hat der Wettlauf um den höchsten Profit katastrophale soziale Folgen”, teilt Gilles STEICHEN, Vice-Président der ALEBA, mit. Er erinnert daran, dass die Gewerkschaft in letzter Zeit bereits bei mehreren Kreditinstituten wie etwa der Garanti Bank, Edmond de Rotschild, BSI, JP Morgan oder auch UBS eingreifen musste, um zu versuchen, die Zahl der Entlassungen zu begrenzen und leider auch möglichst positive Kündigungsbedingungen für hunderte letztendlich entlassener Arbeitnehmer auszuhandeln. “Diese Situation ist unerträglich, denn auch wenn die Branche natürlich vor Herausforderungen steht, so zeigen die Ergebnisse des Jahres 216 dennoch, dass es ihr weiterhin gut geht. Die ALEBA wird deshalb auch in Zukunft die Rechte und Interessen der Arbeitnehmer der Banken und Versicherungen mit der allergrößten Entschiedenheit verteidigen”, fügt Gilles STEICHEN hinzu.

Pressemitteilung 5. April 2017 

Pressekontakt:

Laurent Mertz, Generalsekretär (laurent.mertz@kbl-bank.com / +352 621 232 295)

Sandra Carvalho, Head of Communications & Strategy (sandra.carvalho@aleba.lu / +352 671 223 228)