Sozialplan bei der Hapoalim: ALEBA ruft Nationale Schlichtungsstelle ONC an und ruft zu Kundgebung auf

Die ALEBA hat die Öffentlichkeit Ende November 2017 über einen Sozialplan bei der Banque Hapoalim informiert, der den Verlust von rund dreißig Arbeitsplätzen zur Folge haben sollte.

Heute verkündet die ALEBA das Scheitern der Verhandlungen über diesen Sozialplan. „Trotz aller Bemühungen der Personaldelegation, trotz des Wunsches der ALEBA, eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden, die jedoch auch für die Arbeitnehmer annehmbar bleiben muss, die zum Teil ihr ganzes Berufsleben bei der Bank verbracht haben, hat sich die Hapoalim entschlossen, sich keinen Millimeter zu bewegen, auf ihren Positionen zu beharren und um jeden Preis ihre Vorstellungen und Bedingungen durchzusetzen – und das ist für die ALEBA schlicht nicht hinnehmbar“, erklärt Alessandra Giuliano, Head of Coordination bei der ALEBA, die sich um diesen schwierigen Fall kümmert.

Beispielsweise“, so fährt sie fort, „weigert sich Hapoalim, die entlassenen Mitarbeiter während ihrer Kündigungsfrist freizustellen. Das ist einfach nicht korrekt gegenüber den oft älteren Arbeitnehmern, die seit deren Eröffnung in Luxemburg bei der Bank arbeiten und deren Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt natürlich besonders schwierig werden wird.“

Die ALEBA weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es bei den Arbeitgebern offenbar üblich geworden ist, im Fall eines Sozialplans auf – nebenbei bemerkt diskriminierende – Weise Arbeitnehmer aufs Korn zu nehmen, die älter als 50 Jahre sind.

Ein erstes Treffen vor dem Schlichter wird am heutigen Donnerstag, 1. Februar, stattfinden. Die ALEBA hofft, dass jener die Direktion der Hapoalim zur Vernunft bringen wird.

Gleichzeitig fordert die ALEBA alle Arbeitnehmer des Finanzsektors sowie alle Delegierten und Mitglieder der ALEBA auf, durch ihr zahlreiches Erscheinen ihre Solidarität mit den entlassenen Arbeitnehmern zum Ausdruck zu bringen, und zwar bei einer Kundgebung, die am Montag, 5. Februar 2018, um 12 Uhr vor der Banque Hapoalim stattfinden wird (7 Rue de la Chapelle, in 1325 Luxembourg nur wenige Schritte vom Parkplatz Glacis entfernt). Anschließend ziehen die Teilnehmer zu den raumen der Bank Safra Sarasin (17-21 Bld Joseph II in L-1840 Luxemburg). Die Gewerkschaften OGBL und LCGB werden ebenfalls anwesend sein.

„Heute befinden sich dreißig Arbeitnehmer in einer wirklich kritischen Situation und sehen sich einer Direktion gegenüber, die sich weigert, ihre soziale Verantwortung zu übernehmen.  Für sie ist es wirklich wichtig, die Unterstützung der anderen Arbeitnehmer zu spüren, die sich nicht in dieser Situation befinden. Morgen werden mit Sicherheit andere Arbeitnehmer ihr Schicksal teilen. Es ist also von größter Wichtigkeit, sich solidarisch zu zeigen, und die Arbeitnehmer, die sich heute in einer schlimmen Notlage befinden, sind es sicherlich wert, einige Minuten der Mittagspause zu opfern. Schließlich können wir nur gemeinsam die Dinge verändern“, betont Alessandra Giuliano abschließend und erinnert daran, dass die ALEBA auch gegenüber D.A.S Luxembourg und Nordea aktiv ist, zwei Unternehmen, die ebenfalls die Streichung zahlreicher Stellen planen.

 

Pressekontakte:

Laurent Mertz, Generalsekretär (laurent.mertz@kbl-bank.com / +352 621 232 295)

Sandra Carvalho, Head of Communications & Strategy (sandra.carvalho@aleba.lu / +352 671 223 228)

Hinsichtlich des Falls Hapoalim:

Alessandra Giuliano, Head of Coordination (Alessandra.GIULIANO@aleba.lu / +352 671 223 203)

Safouane Jaouid, Head of Legal, safouane.jaouid@aleba.lu / +352 223 228 1)