NORDEA: Droht ein neues soziales Drama?

Seit Donnerstag, 25. Januar, schwebt das Damoklesschwert eines neuen sozialen Dramas über den Mitarbeitern der schwedischen Bank NORDEA.

Denn ohne Vorankündigung eröffnete ihnen die Firmenleitung damals, dass die Bank plant, einen Teil ihrer Geschäftsbereiche, darunter das Private Banking und das Back-Office, der UBS Luxembourg zu übertragen. Dieser Transfer würde 150 Arbeitnehmer betreffen.

Die Personalvertreter der ALEBA, die in der Bank die Mehrheit stellen, sowie das Team Koordinierung der ALEBA waren sofort vor Ort zur Stelle und haben sich angesichts dieser schrecklichen Nachricht an die Arbeit gemacht: Am Freitag, 26. Januar, führte die ALEBA Gespräche mit der Personaldelegation, mit der Gewerbeaufsicht ITM und der Firmenleitung sowie schließlich mit dem Gemischten Komitee des Unternehmens.

Am Montag, 29. Januar, stand ein zweites Gemischtes Komitee mit der Unternehmensleitung, der Personaldelegation und allen Gewerkschaften, also ALEBA und OGBL, auf dem Programm. Dabei wurde die Gefahr offenbar, dass sogar 200 Arbeitnehmer nicht von der UBS Luxembourg übernommen werden und dass die Bank NORDEA für diese Arbeitnehmer derzeit keinen Rettungsplan in Betracht zieht. Diese Arbeitnehmer schweben also derzeit in völliger Unklarheit, was ihre Zukunft betrifft.

Erste Priorität für die ALEBA ist es momentan, alle Betroffenen durch ihre starke Präsenz vor Ort zu beruhigen und alles zu tun, um bei einem konstruktiven Sozialplan mit allen Beteiligten die für die Arbeitnehmer günstigsten Alternativen zu identifizieren.

Das heißt konkret: Die ALEBA wird schnellstmöglich eine Vollversammlung der gesamten Belegschaft der Bank veranstalten. In der Zwischenzeit steht den Arbeitnehmern der Bereich Koordination der ALEBA zur Verfügung, entweder telefonisch (+352 671 223 203) oder per E-Mail (alessandra.giuliano@aleba.lu).