Die ALEBA fordert den zusätzlichen 26. gesetzlichen Urlaubstag für die Arbeitnehmer von Banken und Versicherungsgesellschaften

Die ALEBA begrüßt die Absegnung der Einführung von zwei zusätzlichen Urlaubstagen durch die Regierung. Aus den ihr vorliegenden Informationen schließt die Mehrheitsgewerkschaft des Finanzsektors, dass ein Urlaubstag in Form eines zusätzlichen Feiertags am 9. Mai, dem Europatag, eingeführt werden soll.

Was den zweiten Tag angeht“, erklärt Laurent Mertz, Generalsekretär der ALEBA, „ist das weitaus weniger klar. Der gesetzliche Mindesturlaub pro Jahr soll von 25 auf 26 Tage angehoben werden, doch soll diese Maßnahme auf völlig unverständliche Weise nicht für Branchen oder Unternehmen gelten, die über einen Tarifvertrag verfügen! Das ist natürlich inakzeptabel.“

Die ALEBA erinnert daran, dass die Banken- und die Versicherungsbranche von einem Tarifvertrag abgedeckt werden, der jedoch einen gesetzlichen Urlaub von 25 Tagen vorsieht; nämlich Artikel 20 im Tarifvertrag für Banken und Artikel 8 im Tarifvertrag für Versicherungen. „Dort wird übrigens eindeutig Bezug auf die Bestimmungen von Artikel L. 233-1 ff des Arbeitsgesetzbuchs über den bezahlten Erholungsurlaub genommen. Das Gesetz zu ändern, hieße automatisch auch, die Tarifverträge zu ändern. Ich sage es ganz klar: Es darf bei der Gewährung dieses 26. Urlaubstags keine Diskriminierung geben“, fügt Laurent Mertz hinzu.

Die ALEBA erinnert daran, dass in den Tarifverträgen für Banken und Versicherungen zusätzliche Urlaubstage verzeichnet sind („Ruhetage“ genannt); dabei handelt es sich jedoch:

  • einerseits um eine historische Kompensation für frühere feste Feiertage (Rosensmontag, Kirmesmontag und 2. November), die auf Ersuchen der Arbeitgeber abgeschafft und durch frei verfügbare Urlaubstage ersetz wurden, was den Bedürfnissen der Finanzbranche besser entsprach;
  • andererseits um eine von den Arbeitgeberverbänden aufgezwungene Entschädigung für die Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, obwohl die Gewerkschaften eine niedrigere Wochenarbeitszeit fordern.

Die ALEBA wünscht sich ein schnelles Treffen mit den Arbeitgeberverbänden ABBL und ACA, um den zusätzlichen 26. Urlaubstag für die Angestellten von Banken und Versicherungen zu bestätigen und umzusetzen. Falls nötig wird sie auch Gespräche mit dem Arbeitsministerium planen.

 

Luxemburg, den 18. Januar 2019.

Pressekontakt:

Laurent Mertz, Generalsekretär (laurent.mertz@kbl-bank.com / +352 621 232 295)

Sandra Carvalho, Head of Communications & Strategy (sandra.carvalho@aleba.lu / +352 671 223 228)