Information der Steuerverwaltung zum Abkommen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland

Information der Steuerverwaltung zum Abkommen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland.

NEWSLETTER VOM 13. OKTOBER 2020
Unterzeichnung eines neuen gütlichen Abkommens zwischen den zuständigen Behörden Luxemburgs und Deutschlands über die steuerliche Behandlung von Grenzarbeitern im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise und die Ausweitung des Abkommens auf Artikel 18 Absatz 1 ” öffentliche Funktionen”.
Am 7. Oktober 2020 unterzeichneten die zuständigen Behörden von Luxemburg und Deutschland eine neue gütliche Vereinbarung zu Artikel 14 Absätze 1, 17 Absätze 2 und 18 Abs. 1 des Übereinkommens zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung von Steuerbetrug in Bezug auf Steuern vom Einkommen und vom Kapital vom 23. April 2012 (im Folgenden „Übereinkommen“) um die mit der Covid-19-Krise verbundene Situation zu berücksichtigen.
Im Kontext der Covid-19-Krise müssen viele deutsche Grenzgänger in Deutschland für ihren luxemburgischen Arbeitgeber telearbeiten. Diese Tage der Telearbeit, die ein deutscher Grenzgänger in Deutschland durchführt, gelten als in Luxemburg durchgeführt, wenn diese Arbeitnehmer ohne die Covid-19-Krise ihre Tätigkeit in Luxemburg ausgeübt hätten. Diese Fiktion gilt sowohl für Artikel 14 Absatz 1 „Beschäftigungseinkommen“ als auch für Artikel 18 Absatz 1 „Öffentlicher Dienst“ und richtet sich nur an Mitarbeiter, die im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung von Covid-19 Telearbeit leisten. Mitarbeiter, deren Vertrag grundsätzlich Telearbeit vorsieht, sind nicht betroffen.
Darüber hinaus bestätigt die einvernehmliche Vereinbarung, dass die im Rahmen der Teilarbeitslosigkeit gezahlten Beträge in den Anwendungsbereich von Artikel 17 Absatz 2 fallen und als bei Anwendung der Sozialgesetzgebung für die Bedürfnisse des Übereinkommens gezahlt gelten.
Die einvernehmliche Vereinbarung vom 7. Oktober 2020 ersetzt die einvernehmliche Vereinbarung vom 3. April 2020 und gilt vom 11. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Nach dem 31. Dezember 2020 wird es automatisch von Monat zu Monat fortgesetzt, bis es von einer der zuständigen Behörden denunziert wird.