Unverständlich: Die Bank Mitsubishi UFJ Investor Services & Banking (Luxembourg) S.A. weigert sich, der luxemburgischen Justiz Folge zu leisten!

Die Bank Mitsubishi UFJ Investor Services & Banking (Luxembourg) S.A., eine der japanischen Banken des Finanzplatzes, war von dem Berufungsgericht in Luxemburg per Entscheidung vom 23. März 2017 dazu verurteilt worden, seinen Angestellten und Personaldelegierten der ALEBA wieder in seine alte Funktion einzusetzen, während die Geschäftsleitung ursprünglich einseitig und widerrechtlich entschieden hatte, eine substanzielle Klausel seines Arbeitsvertrags zu verändern.

Und das, obwohl die ALEBA die Geschäftsleitung auf die Unrechtmäßigkeit ihres Vorhabens hingewiesen und versucht hatte, das Problem über den Weg des sozialen Dialogs zu regeln“, erläutert Safouane Jaouid, Head of Legal der ALEBA, „bevor wir leider die Gerichte mit der Angelegenheit betrauen mussten, da die Bank jede Zusammenarbeit grundsätzlich und wiederholt verweigerte.“

Heute muss die ALEBA feststellen, dass sich die Bank schlicht und einfach weigert, der –rechtskräftigen – Gerichtsentscheidung Folge zu leisten und so dem Opfer – nämlich dem Angestellten – beträchtlichen Schaden zufügt, der nichts weiter verlangt, als dass die Bank das Urteil der luxemburgischen Justiz achtet und ihn wieder in seiner alten Funktion beschäftigt.

Roberto Scolati, Präsident der ALEBA: „Diese Haltung ist absolut inakzeptabel! Die ALEBA verurteilt dieses unverständliche Verhalten der Bank als Arbeitgeber aufs Schärfste, das die im Großherzogtum Luxemburg und am Finanzplatz geltenden Gesetze und Regeln mit Füßen tritt. Da auch andere Arbeitgeber offenbar mit dem Gedanken spielen, diesem Beispiel zu folgen, seien sie schon jetzt darauf hingewiesen, dass die ALEBA die Rechte der Arbeitnehmer und Delegierten, die Opfer ähnlicher Praktiken werden könnten, kompromisslos verteidigen wird.“

Im Fall der Mitsubishi UFJ Investor Services & Banking (Luxembourg) S.A. wird die ALEBA noch in dieser Woche um die Intervention von Arbeitsminister Nicolas SCHMIT sowie der Inspection du Travail et des Mines bitten in der Hoffnung, dass die Bank endlich Vernunft annimmt. Die ALEBA wird zudem die ABBL über die inakzeptable Haltung der Bank, die Mitglied des Arbeitgeberverbands ist, informieren.

Schließlich ist vor dem Sitz der Bank an der 287-289, Route d’Arlon in Luxemburg eine Protestaktion geplant.

Pressekontakte:

Safouane JAOUID, Head of Legal, safouane.jaouid@aleba.lu, T: +352/223 228 -1

Roberto SCOLATI, Präsident, roberto.scolati@aleba.lu, T: +352/223 228 -1

Pressemitteilung, 19. Juni 2017