Entzug der sektoriellen Repräsentativität der ALEBA durch den Arbeitsminister

Am Dienstag, dem 4. Mai 2021, sollte ein Einzelrichter lediglich über die Dringlichkeit des Falles entscheiden und eventuell die Entscheidung des Arbeitsministers dadurch aussetzen.

Der Einzelrichter konnte die Dringlichkeit unserer Anfrage nicht bestimmen, da es nicht seine Aufgabe ist den genauen Sachverhalt zu analysieren.

Unsere Argumente wurden an das Verwaltungsgericht weitergeleitet, wo drei Richter nach einer gründlichen Analyse der vorgetragenen Argumente entscheiden müssen.

Solange die Untersuchung nicht abgeschlossen ist, greift diese Entscheidung  in keiner Weise dem Ausgang des Falles vor. In diesem Fall ist also bis dato nichts entschieden.

Deshalb sind wir sehr überrascht, ja sogar schockiert über die ersten Jubelmeldungen unserer politischen Gewerkschafts”Partner”. Sie scheinen sich über einen Zusammenbruch der von ihnen selbst gegründeten und aufrechterhaltenen Gewerkschaftsfront zu freuen, indem sie versuchen, die führende Gewerkschaft im Finanzsektor durch diskriminierende Gesetze auszuschließen.

Bei den Sozialwahlen im März 2019 schenkten uns fast 50 % der Wähler aus der Finanzbranche ihr Vertrauen. ALEBA wird bis zum Ende kämpfen, um seine Repräsentativität zu verteidigen und um sicherzustellen, dass der demokratische Wählerwillen respektiert wird.

Roberto Mendolia, Präsident der ALEBA: “Ich möchte allen Arbeitnehmern des Landes aufrichtig danken, welche unseren Kampf verstehen. Ein Kampf, welcher sich nicht nur auf die ALEBA beschränkt, sondern auf die Gewerkschaftsfreiheit des ganzen Landes. Vielen Dank für Ihre Botschaften der Unterstützung und des Vertrauens, eine Gewerkschaftsbewegung unterstützen, welche die Entscheidung der Wähler respektiert.”