Einladung zum Vorgespräch: was tun?

Tipps der ALEBA

1. Lassen Sie sich von einem Personaldelegierten oder einem anderen Mitarbeiter begleiten.

Diese Person kann als Zeuge auftreten und muss die Gründe notieren, da der Arbeitgeber im Falle einer Entlassung keine neuen Gründe geltend machen kann.

2. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben

Ihr Arbeitgeber wird Ihnen wahrscheinlich Vorwürfe machen. Antworten Sie höflich und versuchen Sie ruhig zu bleiben.

3. Achten Sie darauf, was Sie sagen!

Sie haben das Recht, die Gründe im Gespräch anzufechten, müssen sich jedoch bewusst sein, dass alles, was Sie zu diesem Zeitpunkt sagen, gegen Sie gerichtet sein kann. Sie müssen also sehr vorsichtig sein, was Sie sagen, sowohl inhaltlich als auch formal. Im Zweifelsfall raten wir Ihnen, nichts zu sagen.

4. Unterschreiben Sie keine Dokumente!

a. Ihr Arbeitgeber fordert Sie möglicherweise auf, Dokumente zu unterschreiben. Sie müssen nicht sofort unterschreiben. Wir empfehlen Ihnen, sich die Zeit zu nehmen, diese in aller Ruhe erneut zu lesen und gegebenenfalls unsere Dienste in Anspruch zu nehmen, wenn Sie Zweifel oder Fragen haben.

b. Das einzige Dokument, das Sie während des Interviews unterzeichnen können, ist der Arbeitsverzicht.

5. Müssen Sie den Bescheid geben oder nicht?

a. Wenn Sie die Kündigung einreichen müssen, müssen Sie sich bis zum Ende der Kündigungsfrist bei der Arbeit melden.

b. Wenn Sie nicht kündigen müssen, reichen mündliche Informationen nicht aus. Es muss schriftlich mitgeteilt werden und ist das einzige Dokument, das Sie unterschreiben müssen (siehe oben). Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten die genauen Daten des Kündigungsverzichts angegeben werden.

Schließlich möchten wir Sie daran erinnern, dass die Einladung zum Vorgespräch noch nicht mit einer Entlassung gleichzusetzen ist. Die Entlassung kann frühestens am Tag nach der Befragung und innerhalb von 8 Tagen erfolgen.

Die ALEBA steht zu Ihrer Verfügung um Fragen zu beantworten und Sie durch den Prozess zu begleiten. Kontaktieren Sie uns unter der Telefonnummer 223 228-1 (10-12 Uhr und 14-16 Uhr) oder per E-Mail an info@aleba.lu


Art. L. 124-2. des Arbeitsgesetzbuchs

(Gesetz des 23. Juli 2015)

« (1) Wenn ein Arbeitgeber, der mindestens 150 Arbeitnehmer beschäftigt, die Entlassung eines Arbeitnehmers plant, muss er vor jeder Entscheidung die betroffene Person mit eingeschriebenem Brief oder schriftlich, ordnungsgemäß beglaubigt durch eine Quittung, unter Angabe des Zwecks der Kündigung und der Kündigungsfrist vorladen Datum, Uhrzeit und Ort des Interviews. Eine Kopie des Einberufungsschreibens ist an die Personalvertretung zu richten.”

Das Schreiben oder die schriftliche Mitteilung des Vorgesprächs muss den Arbeitnehmer darüber informieren, dass er das Recht hat, während des Vorgesprächs von einem Mitarbeiter seiner Wahl, der dem Personal des Unternehmens angehört, oder von einem Vertreter unterstützt zu werden repräsentative Gewerkschaftsorganisation auf nationaler Ebene, die in der Personalvertretung des Betriebs vertreten ist.

Der Tag des Vorgesprächs kann frühestens am zweiten Arbeitstag nach Absendung des Einschreibebriefs oder der Überweisung gegen schriftlichen Empfang gemäß Absatz 1 dieses Absatzes festgelegt werden.

 (2) Während des Gesprächs hat der Arbeitgeber oder sein Vertreter die Gründe für die vorgeschlagene Entscheidung anzugeben und die Erklärungen des Arbeitnehmers sowie die Kommentare der ihn unterstützenden Person einzuholen.

    Der Arbeitgeber oder sein Vertreter hat das Recht, während des Interviews von einem Mitarbeiter oder einem Vertreter eines professionellen Arbeitgeberverbands unterstützt zu werden, sofern der Arbeitnehmer im Einladungsschreiben an den Arbeitgeber darüber informiert wird. vorläufiges Interview.

 (3) Die fristlose Kündigung oder aus wichtigem Grund des Arbeitnehmers ist frühestens am Tag nach dem Vorgespräch und spätestens 8 Tage nach diesem Gespräch mitzuteilen.

Erscheint der ordnungsgemäß gerufene Arbeitnehmer nicht, so kann die Kündigung frühestens am Tag nach dem für das Vorgespräch festgelegten Termin und spätestens acht Tage nach dem für das Gespräch festgelegten Tag mitgeteilt werden.

 (4) Die ohne Beachtung des in diesem Artikel vorgesehenen Verfahrens angemeldete Entlassung ist wegen Formmängeln unrechtmäßig.

Ausnahmen/Befreiungen

  1. In den Banken-Tarifvertrag ist vorgesehen, dass die Mindestanzahl der Mitarbeiter, die den Mitarbeiter zum Vorgespräch einladen, 100 Mitarbeiter beträgt. In den Versicherungen-Tarifvertrag ist das Vorgespräch unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter verpflichtend.
  2. Die Tarifverträge für Banken und Versicherungsunternehmen sehen vor, dass der Tag des Vorgesprächs frühestens am vierten Werktag nach Absendung des Einschreibebriefs oder der Überweisung gegen schriftlichen Empfang festgesetzt werden kann.