Sozialdialog in Gefahr: Die ALEBA zeigt Solidarität mit den national repräsentativen Gewerkschaften.

Als erste Gewerkschaft im Finanzsektor möchte die ALEBA ihre 100%ige Solidarität mit den national repräsentativen Gewerkschaftsorganisationen “gegen den skandalösen Angriff des Patronats” im CPTE zeigen.

Diese Patronatspositionierung ist in der Tat nicht akzeptabel und steht in völliger Abweichung vom historischen großherzoglichen Sozialmodell. Schlimmer noch, es öffnet die Tür zu sozialen Konflikten, da die Arbeitgeber Diskussionen oder Verhandlungen ablehnen. Es ist daher selbstverständlich, dass die ALEBA die national repräsentativen Gewerkschaften in dieser Sache unterstützt und weist darauf hin, dass sie im Finanzsektor, in welchem sie die Mehrheit hat, mit brutalen und einseitigen oder sogar illegalen Arbeitgeberentscheidungen konfrontiert ist (z. Bsp. der 26. Urlaubstag, welcher noch nicht allen betroffenen Mitarbeitern gewährt wird) und verurteilt diesen Mangel an Dialog seitens der Arbeitgeber.

In der Vergangenheit hatte die ALEBA mehrfach vorgeschlagen, dem Ständigen Kommitee für Arbeit und Beschäftigung (CPTE) beizutreten. Die Herausforderungen und Einsätze des Finanzsektors und die Bedürfnisse der angestellten Arbeitnehmer unterscheiden sich häufig von denen anderer Sektoren: Es war daher für die ALEBA logisch, sie beim CPTE vertreten und verteidigen zu können.

Die ALEBA ruft daher erneut dazu auf, sie in die Dreierverhandlungen zu integrieren, um die Vertretung und Verteidigung der Interessen der Arbeitnehmer des Finanzsektors, Säule der luxemburgischen Wirtschaft, sicherzustellen.

“Leider bedauern wir dieselbe Tendenz, dass einige Arbeitgebervertreter soziale Verpflichtungen im Finanzsektor ablehnen, welche darüber hinaus nur ungern die von und mit ihnen ausgehandelten Verantwortungen und Verpflichtungen wahrnehmen! Offensichtlich besteht das Ziel darin, die Gewerkschaften und die Regierung mundtot zu machen. Für uns, kommt es nicht in Frage!”, sagt Roberto Mendolia, Präsident der ALEBA.

Pressemitteilung, 8. November 2019.