Das Recht auf Abschaltung, ein Gebot der öffentlichen Gesundheit

Die Frage der beruflichen Abschaltung ist eng mit dem gesellschaftlichen Phänomen der Digitalisierung verbunden, die eine ständige Erreichbarkeit ermöglicht. Dieses Phänomen dringt massiv in die Arbeitswelt ein und erfordert konkrete Maßnahmen, um es zu bremsen.

Anlässlich des Welttages des Wohlbefindens möchte ALEBA Führungskräfte und Arbeitnehmer für das Recht auf Abschaltung sensibilisieren.

 

Ein epochales Übel, das vom Wirtschafts- und Sozialrat anerkannt wird.

Dieses Recht auf Abschaltung erwähnte die ALEBA bereits in ihrem Wahlprogramm für die Sozialwahlen im März 2019.

Die Digitalisierung ermöglicht das Eindringen der Arbeit in das außerberufliche Leben. Die Invasion in den privaten Raum ist nur einen Klick entfernt.

Diese Invasion wurde als Teil der neuen Faktoren identifiziert, die zu mentaler Überlastung und Burn-out führen. Die Telearbeit hat dieses Phänomen nicht abgeschwächt. Sie erhöht nicht nur die psychosozialen Risiken gefährlich, sondern schafft auch ein echtes Ungleichgewicht im Unternehmen und macht die Mitarbeiter weniger effizient.

So gab der WSA am 30. April 2021 eine Stellungnahme zum Recht auf Abschaltung ab.

 

Was sagt das Gesetz?

Im September 2021 äußert die luxemburgische Gesetzgebung den Wunsch, sich mit einem Gesetzentwurf Nr. 7890 zu positionieren, der vorschlägt, ein Recht auf Abschaltung in das Arbeitsgesetzbuch einzufügen.

Der Entwurf sieht eine Verpflichtung für Unternehmen vor, neben der allgemeinen Verpflichtung der Arbeitgeber, “für die Sicherheit und Gesundheit” ihrer Arbeitnehmer zu sorgen (Artikel L 312-1 des Arbeitsgesetzbuchs), eine spezielle Regelung einzuführen, die die Ausübung des Rechts auf Abschaltung ermöglicht. Die Regelung muss konkret die praktischen Modalitäten festlegen, die das Abschalten ermöglichen, sowie die Arbeitnehmer für dieses Thema sensibilisieren.

Schließlich sieht der Entwurf eine Sanktion für widerspenstige Unternehmen vor.

ALEBA schlägt vor, dies durch eine interne Charta, die Einführung von Software zur Vermeidung von Zeitüberschreitungen zu konkretisieren, um jeglichen Zugriff des Arbeitnehmers auf seine berufliche E-Mail zwischen 20 Uhr und 7.30 Uhr sowie an Ruhe-, Urlaubs- und Feiertagen, an denen nicht gearbeitet wird, zu blockieren.