Coronavirus: Heimarbeit, welche steuerlichen Auswirkungen hat dies auf die Grenzgänger?

Heimarbeit ist derzeit eine der vorbeugenden Maßnahmen der Arbeitgeber zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus. Die ALEBA wurde in den letzten Tagen mehrmals von seinen Delegierten zu Heimarbeit und möglichen steuerlichen Auswirkungen befragt, insbesondere für grenzüberschreitende Arbeitnehmer.

Die ALEBA möchte zunächst daran erinnern, dass es sein Hauptanliegen ist, sicherzustellen, dass die Arbeitgeber alles Mögliche tun, um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Der steuerliche Aspekt, wie wichtig er auch ist, bleibt zweitrangig.

Zur Erinnerung: Die Regierungen Deutschlands, Frankreich und Belgien haben sich mit dem Großherzogtum Luxemburg im Allgemeinen auf ein Höchstkontingent an Arbeitstagen pro Jahr geeinigt, die außerhalb Luxemburgs gearbeitet werden dürfen, ohne dass es steuerliche Auswirkungen für die Arbeitnehmer gibt.

Wenn sich die Gesundheitssituation in Bezug auf Covid-19 nicht verschlechtert, werden die wenigen zu Hause geleisteten Arbeitstage (derzeit häufig Quarantänen von zehn Tagen) vom Jahreskontingent abgezogen, und es wird keine steuerlichen Auswirkungen haben.

Wenn sich die Gesundheitssituation verschlechtert, kann die Heimarbeit sich logischerweise erhöhen, und die ALEBA wird jede Personaldelegation auffordern, ihren Arbeitgeber zu bitten, sicherzustellen, dass keine finanziellen negativen Auswirkungen für die Mitarbeiter entstehen. An dieser Stelle muss überprüft werden, wie diese Leistung zu qualifizieren sind.

Dieser Punkt wird unter anderem mit dem Arbeitsminister Dan Kersch auf einem bevorstehenden gewerkschaftsübergreifenden Treffen erörtert.

 

Luxemburg, 5. März 2020.