BLEIBT SPUERKEESS GNADENLOS GEGENÜBER DEN MITARBEITERN DER FORTUNA BANK?

Am Vorabend ihres hundertjährigen Bestehens gab die Luxemburger Bank Fortuna die mittelfristige schrittweise Beendigung ihrer Bankaktivitäten bekannt. Die Fortuna Bank war vor allem ein Finanzinstitut, das sich stark in das luxemburgische Gemeinschaftsleben einmischte und beispielsweise zahlreiche kulturelle und sportliche Aktivitäten unterstützte.

Besorgt um die Zukunft der Mitarbeiter, findet seit mehreren Wochen ein konstruktiver und regelmäßiger Austausch zwischen der ALEBA und der Personaldelegation der Fortuna Bank statt, um die Delegation in ihren Gesprächen mit dem Vorstand und der Geschäftsleitung über die bestmögliche Lösung für die Mitarbeiter zu finden während des Übernahmeprozesses durch die Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat (BCEE). Allerdings sehr lange vor der offiziellen Ankündung der Beendigung ihrer Bankaktivitäten, haben Gewerkschaftsvertreter hart daran gearbeitet, außergesetzliche Vorteile und genauere Details der Übernahme zu erhalten, um die Rechte und Interessen der Arbeitnehmer bestmöglich zu schützen.

Unsere bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass sich die BCEE nicht um das Schicksal der Fortuna-Mitarbeiter schert, obwohl qualifiziert und erfahren sind: ihre Loyalität und ihr anerkanntes Engagement würden nicht dazu führen, dass sie von der BCEE übernommen werden. Die BCEE würde sich nicht einmal dazu herablassen, die Vertreter der Delegation der Fortuna Bank zu treffen, die nicht weniger als 17 Mitarbeiter mit unbefristeten Verträgen hat. Es ist sehr bedauerlich festzustellen, dass ein Finanzinstitut wie Spuerkeess, dessen einziger Anteilseigner der luxemburgische Staat ist und welches behauptet, seine Mission sei die nationale Wirtschaft zu unterstützen, sich kaum um das Schicksal der Fortuna-Mitarbeiter kümmert und nur sein eigenes finanzielles Interesse verfolgt.

Da es sich um eine schrittweise Beendigung der Tätigkeit handelt, bleibt das Know-How der Mitarbeiter für die Kundenübergabe unerlässlich. Der Dialog zwischen der Delegation und dem Vorstand war immer lebhaft, aber konstruktiv, und die Geschäftsführung von Fortuna scheint das Engagement ihrer Mitarbeiter belohnen zu wollen, indem sie sich bereit erklärt, den Mitarbeitern zusätzliche Vorteile zu gewähren obwohl, zum großen Bedauern der ALEBA, ein Sozialplan noch nicht in Aussicht gestellt wird.

Die ALEBA stellt erneut, und wenig überraschend, die Leichtigkeit fest, mit der das Gesetz über Massenentlassungen umgangen werden kann. Eine Modernisierung und Anpassung des Sozialplangesetzes, insbesondere durch eine Überprüfung der Schwellenwerte und strengere Auflagen, wird nun dringend erforderlich, was bereits mehrfach gegenüber dem Arbeitsminister angeprangert wurde.

Die ALEBA wird ihren Kampf für die Achtung der Arbeitnehmer niemals aufgeben.