Artikel 41: Treffen der ALEBA mit Finanzminister Pierre GRAMEGNA

minfi

Am Mittwoch, 23. November 2016, sind Vertreter der ALEBA mit Finanzminister Pierre GRAMEGNA zusammengetroffen, um über den Gesetzentwurf 7024 zu sprechen, der insbesondere Anpassungen mehrerer den Finanzsektor betreffender Gesetze vorsieht, einschließlich einer Lockerung von Artikel 41 des Gesetzes vom 5. April 1993 über das Berufsgeheimnis.

„Dieses Treffen, das auf unsere öffentliche Stellungnahme hin erfolgte, gab uns die Gelegenheit, dem Minister unsere Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen dieses Gesetzentwurfes auf die Beschäftigung darzulegen. Wir konnten feststellen, dass er unsere Vorbehalte ernst genommen hat. Immerhin konnte er uns in einer Reihe von Punkten beruhigen. Dennoch werden wir den Fortgang des Projekts sehr genau verfolgen und der Minister hat sich verpflichtet, uns über die weitere Entwicklung genauestens zu unterrichten“, erklärt Laurent MERTZ, Generalsekretär der ALEBA.

Tatsächlich verfolgt der Gesetzentwurf 7024 für den Finanzminister ein doppeltes Ziel: die Auslagerung von Dienstleistungen zu vereinfachen, aber auch und vor allem, dem Finanzplatz einen flexibleren rechtlichen Rahmen zu geben, im Kontext eines sich in den vergangenen Jahre stetig ändernden Bankgeheimnisses und neuer Herausforderungen, denen sich der Finanzsektor stellen muss.

Pierre GRAMEGNA erklärte den Vertretern der ALEBA deshalb, dass, auch wenn es aufgrund von Outsourcing tatsächlich einige – nach seiner Auffassung in ihrem Ausmaß derzeit nur schwer zu quantifizierende – Risiken für die Beschäftigung gebe, der Entwurf gleichzeitig und in erster Linie dem Großherzogtum Luxemburg und seinem Finanzplatz die Chance biete, sein Modell noch attraktiver zu machen. Und dies fördere nach Meinung der Regierung das Insourcing neuer Finanzaktivitäten und ihren Ausbau auf internationaler Ebene, mit den entsprechenden positiven Konsequenzen für die Beschäftigung.

Natürlich sind wir als größte Gewerkschaft des Finanzsektors und angesichts unserer Mission, die Arbeitnehmer zu schützen, immer offen für Initiativen und neue Ideen, die dazu beitragen können, die Beschäftigung am Finanzplatz zu erhalten oder zu stärken, und ich würde sogar sagen, dass wir uns darüber freuen“, fügte Laurent MERTZ hinzu.Doch unsere Erfahrungen vor Ort lehren uns, vorsichtig und wachsam zu sein, sobald wir feststellen, dass die Grenzen verschoben werden, und deshalb war es wichtig, uns mit dem Finanzminister über dieses Thema auszutauschen.“

 (Pressemitteilung des 24. November 2016)