ABLV Bank Luxembourg S.A. in gerichtlichem Liquidationsverfahren. Wann kommt der Sozialplan?

Seit fast 2 Jahren verfolgt die ALEBA aus der Nähe die schwierige Situation der 18 Angestellten der ABLV Bank Luxembourg S.A. Sie haben nicht aufgehört ihre Beunruhigung betreffend der Zukunft der Bank und der persönlichen anzuprangern. Heute befindet sich die Bank in gerichtlicher Liquidation und die Angestellten leiden immer noch unter dieser ungesunden Situation. Die ALEBA geht auf die Barrikaden.

Die ALEBA, besorgt um das Schicksal seiner Mitglieder, hat die CSSF Anfang Juli getroffen als die Bank unter deren Verwaltung stand, um entsprechende Antworten für die beunruhigten Angestellten zu erhalten. Es ist genau in diesem Moment, in dem die gerichtliche Liquidation ausgesprochen wird und die Bank in die Hände der Liquidatoren übergeben wird. So geben die Angestellten der Bank seit Juli ihr bestes und kollaborieren mit den Liquidatoren damit diese unhaltbare Situation so bald wie möglich ein Ende nimmt.

« Seit Anfang an machen wir unser Mögliches um den Mitarbeiter zu helfen und sie zu unterstützen. Diese Situation muss ein Ende finden. Die Beschäftigten müssen schnellst möglich eine neue Arbeit finden denn die Zukunft ganzer Familien steht auf dem Spiel. Für uns ist es wichtig baldmöglichst mit den Verhandlungen zu einem Sozialplan zu beginnen!“, bestätigt Roberto Mendolia, Präsident der ALEBA.

Trotz mehrerer Versuche, z. Bsp. durch offene Briefe zu Händen der Liquidatoren und deren Anwälte, um gewahr zu werden wann die Verhandlungen zu einem Sozialplan schlussendlich anfangen könnten, stehen die ALEBA und die Angestellten vor einer Mauer. Laut Gegenpartei wären die Bedingungen für einen Sozialplan nicht gegeben. In Wirklichkeit sieht die ALEBA, dass die Liquidatoren die Verhandlungen zu einem Sozialplan mehr oder weniger gut umgehen wollen.

Eine Liquidationsprozedur, die Fragen aufwirft

Heute scheint es so, dass die Liquidatoren massiv auf externe Berater aus eigenen Kanzleien und auf Kosten der Bank zurückgreifen und kaum die Hilfe der Angestellten in Anspruch nehmen.

So sollen die Kosten der Liquidatoren die letzten 2 Monate höher gewesen sein als die Personalkosten der Bank.

Die ALEBA ist entsetzt zu sehen, dass die Liquidatoren auf ihre eigenen Betriebe zurückgreifen, und von ihrer dominierenden Position profitieren, zum Nachteil der Arbeitnehmer welche immer noch auf ihre Posten sind, zur ihrer Verfügung stehen und welche ganz klar im Stande sind die Liquidation mit den Liquidatoren zu bewerkstelligen.

Bezugnehmend auf diese einfach nur skandalösen Zustände versteht die ALEBA warum die Liquidatoren keinen Sozialplan aushandeln wollen, schlimmer noch, sie hat Angst, dass bei diesem Rhythmus kein Budget mehr bleibt um die Angestellten zu einer neuen professionellen Karriere zu begleiten.

Stehen die Arbeitnehmer dies noch lange durch? Einige vielleicht, aber die meisten werden nicht mehr lange durchstehen unter Voraussetzungen, welche man mit Schikane gleichstellen kann.

Tatsächlich, um zur Unsicherheit bezüglich ihrer Zukunft beizutragen hält der Arbeitgeber keine seiner Verpflichtungen ein: ein Rückhalteplan wurde 2018 und 2019 ausgehandelt damit die Mitarbeiter trotz der angespannten Situation und ungesunden Umständen weiterhin ihre Arbeit machen.

Obwohl die ALEBA bereits die Liquidatoren gebeten hat die Zahlungen der Entschädigungen für 2018 vorzunehmen, wurde den Mitarbeitern noch nichts gezahlt.

Letztere haben versucht auf sich aufmerksam zu machen indem sie der Konkursrichterin einen Brief schickten. Bis heute warten wir auf eine offizielle Stellungnahme.

Die ALEBA wird nicht aufhören die Angestellten mit allen legalen Mitteln und den Medien zu unterstützen um diese Tatsachen anzuklagen und um die Rechte und Würde der Angestellten bis zum Schluss zu verteidigen.

Platz für Versprechungen gibt es somit keinen mehr.

Eine Kundgebung wird sehr bald vor der Bank (26A, bld Royal) organisiert werden, sollten die Verhandlungen zu einem Sozialplan nicht eingeleitet werden.

Pressemitteilung, 21. Oktober 2019.

Pressekontakt:

Sandra Carvalho, Head of Communications & Strategy (sandra.carvalho@aleba.lu / +352 671 223 228) 

Roberto Mendolia, Präsident, (roberto.mendolia@aleba.lu / +352 223 228-1)