26. gesetzlicher Urlaubstag: Die ALEBA kritisiert die Empfehlung von ABBL und ACA

In ihrer Pressemitteilung vom 29. März gab die ALEBA ihre Freude über die Billigung des Gesetzentwurfs 7399 durch die Abgeordnetenkammer zum Ausdruck, welche auf diese Weise den 9. Mai als Urlaubstag im Arbeitsgesetzbuch verankerte und den gesetzlichen Jahresurlaub auf 26 Tage hinaufsetzte.

Ferner forderte die ALEBA die Arbeitgeberverbände ABBL und ACA auf, ihren Mitgliedern schnell praktische Hinweise zur Einführung dieser beiden zusätzlichen freien Tage zukommen zu lassen.

Doch muss man leider feststellen, dass ABBL und ACA ein Spiel mit der Entscheidung der Abgeordnetenkammer treiben! Denn in ihren Empfehlungen raten die Arbeitgeberverbände ihren Mitgliedern, den zusätzlichen Urlaubstag nicht den Arbeitnehmer über 50 zu gewähren, die älter als 50 Jahre sind, mit der Begründung, dass diese bereits über eine höhere Anzahl an Urlaubstagen verfügen. Das ist schlicht weg nicht hinnehmbar! Diese Empfehlungen respektieren weder das Gesetz noch dessen Geist und diskriminieren darüber hinaus die älteren Arbeitnehmer. Das Gesetz erhöht den gesetzlichen Urlaub, folglich müssen alle Arbeitnehmer in den Genuss dieser Regelung kommen, ohne Ausnahme.

Die Empfehlungen entstellen zudem den Geist der Tarifverträge und der zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden geschlossenen Grundsatzvereinbarung, wonach älteren Arbeitnehmern mehrere zusätzliche Urlaubstage zustehen.

Die ALEBA ist fest entschlossen,die ABBL und die ACA zur Vernunft zu bringen, weshalb die ALEBA, zusammen mit dem OGBL und dem LCGB, beantragt hat, dass das Thema auf die Tagesordnung der demnächst anstehenden Treffen des paritätischen Ausschusses gesetzt wird.

 

Luxembourg, den 10. April 2019.