20.12.2017: Kündigung des Tarifvertrags 2017 für Bankangestellte

Pressemitteilung: Kündigung des Tarifvertrags 2017 für Bankangestellte

Am Freitag, den 24. November 2017, haben die Gewerkschaften ALEBA, OGBL-SBA und LCGB-SESF der ABBL ihre Absicht mitgeteilt, den derzeit im Bankensektor geltenden Tarifvertrag teilweise zu kündigen und fordern damit die offizielle Aufnahme neuer Verhandlungen.

Die Gewerkschaften haben auch ihren gemeinsamen Forderungskatalog eingereicht, in dem die Punkte aufgeführt sind, die Änderungen unterliegen und deren Inhalt dem im November 2016 vorgelegten Inhalt ähneln, mit Ausnahme von Themen, die rechtlichen Änderungen unterzogen wurden, wie die Organisation der  Arbeitszeit zum Beispiel.

Die Gewerkschaften  ALEBA-, OGBL-SBA- und LCGB-SESF- fordern nun die schnelle Organisation einer ersten Verhandlungssitzung Anfang Januar, um die seit Dezember 2016 begonnenen offiziellen Verhandlungen und Diskussionen zu aktualisieren.

Im Grunde gibt es im Gegensatz zu dem, was die ABBL behauptet, immer noch viele Schwierigkeiten, und dogmatische Arbeitgeberpositionen erleichtern die Identifizierung von Konvergenzen nicht.

ALEBA, OGBL-SBA und LCGB-SESF, in der gemeinsamen Front, sind der Auffassung, dass, wenn der konkrete Fortschritt bis Ende März 2018 nicht zu sehen sein sollte, sie verpflichtet sein werden zu überprüfen, ob es keinen Willen seitens der ABBL gibt, eine Vereinbarung zu treffen. Die angemessenen Arbeitsbedingungen und Entlohnung für die Arbeitnehmer im Bankensektor soll garantiert werden, gleichzeitig aber auch auf die Notwendigkeit der Modernisierung des aktuellen Tarifvertrages reagieren und Änderungen auf die Entwicklung im Luxemburger Finanzzentrum eingehen. Sie erinnern auch daran, dass die Gewerkschaft seit Jahren sich um die Weiterbildung und der damit verbundenen Beschäftigungsfähigkeit kümmert und aus diesem Grunde können sie es nicht akzeptieren, dass die Mitarbeiter des Finanzsektor, der immer noch am Blühen ist, von der kollektiven Gehaltserhöhung(wie seit 2014)  nun nicht mehr profitieren sollen.
Auf dem Formular sind die Gewerkschaften auch der Meinung, dass das Prinzip der Arbeitsgruppen an ihre Grenzen stößt und die Arbeitgeber nun Verhandlungen nur noch im Plenum und viel nachhaltiger durchführen müssen.

ALEBA, OGBL-SBA und LCGB-SESF weisen schließlich darauf hin, dass bis zu einem neuen Abkommen der geltende Tarifvertrag gemäß den in diesem Rahmen festgelegten Rechtsvorschriften in Kraft bleibt.

Kommuniziert von ALEBA, OGBL-SBA und LCGB-SESF Gewerkschaften
Luxemburg, 20. Dezember 2017

Pressekontakte:
ALEBA : Gilles STEICHEN, Vice-Président (gsteichen@statestreet.com ou 46 40 10 267)
OGBL-SBA : Véronique EISCHEN, Membre du Bureau exécutif (veronique.eischen@ogbl.lu ou 26 49 69 423)
LCGB : Vincent JACQUET, Secrétaire Adjoint (vjacquet@lcgb.lu ou 49 94 24 -238)